Umsatzsteuer
Warum österreichische Buchhaltung anders ist
4 Min. Lesezeit
Viele bekannte Buchhaltungsprogramme kommen aus Deutschland und bieten eine „Österreich-Version“ an. Auf den ersten Blick sieht das gleich aus. Beim Melden und beim Übergeben an die Steuerberatung fällt der Unterschied dann auf.
Andere Meldung, anderes Formular
In Österreich läuft die Umsatzsteuer-Voranmeldung über FinanzOnline und das Formular U30 mit eigenen Kennzahlen – nicht über ELSTER. Wer ein Programm ohne österreichische UVA nutzt, tippt die Zahlen am Ende von Hand ins Portal. Genau dabei passieren Fehler.
Anderer Kontenrahmen
Österreichische Steuerberatungen arbeiten fast durchgehend mit BMD oder RZL und dem Einheitskontenrahmen (EKR). Deutsche Programme buchen auf SKR03/SKR04. Kommt der Export im falschen Kontenrahmen an, erfasst die Kanzlei nach – und verrechnet die Zeit.
Andere Grenzen und Beiträge
- Kleinunternehmergrenze: 55.000 € (mit Toleranz bis 60.500 €) – in Deutschland gelten andere Werte.
- Registrierkassenpflicht ab 15.000 € Umsatz und 7.500 € Barumsatz.
- SVS statt Krankenkasse: Beiträge, Nachbemessung und Rücklagenbedarf funktionieren anders.
- Ist- oder Soll-Besteuerung entscheidet, in welchem Zeitraum ein Beleg zählt.
Was Buchfink daraus macht
Buchfink ist für Österreich gebaut, nicht angepasst: UVA mit den richtigen Kennzahlen, Zusammenfassende Meldung, Überwachung der Kleinunternehmergrenze, SVS-Rücklage, Ist- oder Soll-Besteuerung – und der Export als BMD-Buchungsstapel mit vorbelegten EKR-Konten samt ZIP aller Original-Belege.
Tipp: Frag deine Steuerberatung, ob sie BMD oder RZL nutzt. In beiden Fällen kannst du ihr den Buchungsstapel direkt schicken, statt Belege zu sammeln.
Allgemeine Information zur Bedienung der App, keine individuelle Steuerberatung. Angaben ohne Gewähr.
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